Mainz vom 05. Dezember 2007
Mohr/Maximini: Klimaschutzbericht der Landesregierung als Datengrundlage nutzen - Schwerpunkte bei Anpassungsstrategien setzen
"Der Klimaschutzbericht der Landesregierung ist als Datengrundlage für die weitere Arbeit der Enquete-Kommission "Klimawandel" gut geeignet. Der Bericht macht deutlich, wo man noch politische und inhaltliche Schwerpunkte setzen muss und an welchen Stellen die Notwendigkeiten für einen weiteren Erkenntnisgewinn liegen", stellt Margit Mohr, Vorsitzende der Enquete-Kommission "Klimawandel", fest.
"Wir werden in der Enquete-Kommission "Klimawandel" den Klimaschutzbericht auswerten. Die SPD-Landtagsfraktion wird deshalb den Antrag stellen, dass die Landesregierung über dessen Inhalte in der Enquete-Kommission ausführlich berichten wird. Wir wollen sicherstellen, dass alle Mitglieder und alle Experten der Enquete-Kommission den gleichen Kenntnisstand bezüglich des Berichts haben", betont Alfons Maximini, Obmann der SPD-Landtagsfraktion in der Enquete-Kommission "Klimawandel".
Mainz vom 29. November 2007
Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz
Wärme aus erneuerbaren Energien
Margit Conrad: Nutzung von Holz und Sonne noch interessanter
Im Marktanreizprogramm der Bundesregierung gibt es seit kurzem höhere Förderungen für Solarthermieanlagen und emissionsarme Holzfeuerungsanlagen.Umweltministerin Margit Conrad: „Die Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmebereichist ein schlafender Riese. Das Potential ist sehr groß und die Zuwachsraten bei der Nutzung sind bisher nur gering. Zusätzliche Anreize zur Steigerung der Effektivität der Anlagen und zur Luftreinhaltung setzten die richtigen Zeichen.“
Nachdem bereits im August die Förderung von Solarthermieanlagen deutlich verbessert wurde, gibt es nun eine zusätzliche Förderung von 750 Euro, wenn zusätzlich zur Installation einer Solarthermieanlage mit Heizungsunterstützung ein neuer Öl- oder Gas-Brennwertkessel eingebaut wird. Bei einer Kollektorfläche von zehn Quadratmetern beträgt in diesem Fall der Zuschuss 1800 Euro.
Mit einer Innovationsprämie von 750 Euro werden solche Holz-Heizkessel (zum Beispiel Holzpelletkessel) gefördert, die mit einem Brennwertwärmetauscher oder einer Feinstaubreinigung ausgerüstet sind. Neben einer deutlichen Reduzierung des Feinstaubausstoßes können diese neuen Heizkessel zumeist auch einen höheren Wirkungsgrad gegenüber herkömmlichen Anlagen erreichen.
Der Bundesrat hat im Juni einem Entschließungsantrag aus Rheinland-Pfalz zugestimmt, der von der Bundesregierung eine verlässliche Förderung als Anreiz für die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmebereich fordert. Rheinland-Pfalz setzt sich weiterhin für eine rasche Umsetzung einer Nutzungsverpflichtung für erneuerbare Energien beim Neubau und der Sanierung von Gebäuden ein.
Im Rahmen der Energiesparkampagne „UnserEner macht mit – Die beste Energie ist gesparte Energie“ gibt es weitere Informationen im Internet unter
[ www.unserEner.de ], beim Umweltministerium [ www.mufv.rlp.de ] sowie bei der Effizienz Offensive Energie Rheinland-Pfalz (EOR) [ www.eor.de ].
Mainz vom 21. November 2007
Mohr: Erstes industrielles Geothermie-Kraftwerk in Landau - Eine Energieform mit Zukunft in Rheinland-Pfalz
„Mit der Inbetriebnahme des ersten industriellen Erdwärme-Kraftwerks in Deutschland ist Rheinland-Pfalz in der Nutzung der Geothermie als einer zukunftsweisenden Energieform einen beeindruckenden Weg gegangen. Dass nun in Landau mit der industriellen Nutzung dieser Energieressource begonnen werden kann, darauf können alle Beteiligten zu Recht stolz sein“, so Margit Mohr, wirtschafts- und energiepolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion und Vorsitzende der Enquete-Kommission „Klimawandel“ des Landtags.
Die Erzeugung von Energie und Wärme mit der in Landau angewendeten Methode sei sehr sauber, unabhängig von Öl und könne so bei der Einsparung von CO2 helfen, so Mohr. “Die Erdwärme steht uns als Energieressource rund um die Uhr zur Verfügung. Unsere Region kann geothermisch besonders gut genutzt werden. An vielen Orten im Oberrheingraben steigt die Wärme viel höher als im restlichen Deutschland. Mit etwas Geduld und weiterer Forschung kann sich die Geothermie einen zentralen Platz als saubere und sichere Energieform in einem nachhaltigen Energiemix der Zukunft sichern.“
Erneuerbare Energien Internationale Geothermietagung in Mainz - Umweltministerin Margit Conrad: „Steigende Energiepreise machen Geothermie immer interessanter“ mehr unter...[ www.mufv.rlp.de ]
Zu einer Internationalen Tagung zum Thema Geothermie kamen Experten aus aller Welt nach Mainz. Rund 100 Gäste u.a. aus Australien, Neuseeland, den USA, Japan, Russland, Eritrea, Malawi, Mexiko sowie einigen europäischen Ländern berichteten über den Stand von Forschung und Entwicklung bezüglich der Nutzung dieser Energiequelle für die Wärme- und Stromerzeugung.
Zum Auftakt des „First European Geothermal Review“ stellte Umweltministerin Margit Conrad Rheinland-Pfalz als Referenzregion der Geothermie in Deutschland vor.
„Der Energiemix der Zukunft muss sowohl eine sichere Energieversorgung garantieren, als auch zur Reduzierung der klimaschädlichen Treibhausgase beitragen“, so die Ministerin. In dem regenerativen Energiemix sei die Geothermie ein wichtiger Baustein. „Geothermie hat eine hohe Versorgungssicherheit. Die hohen Energiepreise machen die Tiefengeothermie immer interssanter.“ Rheinland-Pfalz habe aufgrund der geologischen Gegebenheiten vor allem im rheinland-pfälzischen Oberrheingraben innerhalb Deutschlands besonders günstige Voraussetzungen: „Rheinland-Pfalz ist als Referenzregion prädestiniert, eine führende Rolle bei der weiteren Entwicklung der Geothermie zu übernehmen. Mit unternehmerischem Mut, dem ersten industriellen Geothermiekraftwerk in Landau und mit wissenschaftlicher Kompetenz hat unser Land die Chance, wichtige Impulse zur Entwicklung dieser zukunftsträchtigen Energieform zu geben,“ betonte Umweltministerin Conrad.
Aktuell stehe nach Conrads Worten in Landau die Inbetriebnahme des ersten industriellen Geothermiekraftwerks kurz bevor: „Damit wird ein Meilenstein der geothermischen Stromerzeugung in der Bundesrepublik Deutschland gesetzt“. Neben dem Kraftwerk in Landau gibt es eine ganze Reihe von weiteren geothermischen Projekten in Rheinland-Pfalz. „Zurzeit wird im Auftrag meines Hauses ein Geothermieatlas erstellt, der Auskunft über die geothermischen Ressourcen in der Tiefe gibt. Beim geologischen Landesdienst wurde - ebenfalls auf unsere Initiative - eine Stabsstelle für Geothemie eingerichtet. Beide Maßnahmen werden den Zugang zu qualifizierten geologischen Daten erleichtern und damit die Standortsuche für neue Geothermieprojekte unterstützen“, so Ministerin Conrad. Dies alles unterstreiche den Anspruch von Rheinland-Pfalz, bei der Entwicklung der Geothermienutzung eine Vorreiterrolle einzunehmen und mit seinen natürlichen Voraussetzungen und dem Stand der technischen Erschließung sich als Referenzregion für Geothermie zu behaupten.
Die Geothermie habe in Ergänzung zu den anderen Erneuerbaren Energien wie Wind, Sonne und Biomasse entscheidende Vorteile. „Erdwärme ist annähernd unerschöpflich. Der im Untergrund befindliche Wärmevorrat übersteigt den menschlichen Bedarf um ein Vielfaches. Erdwärme ist eine heimische Energieressource. Weder kommt sie aus politisch instabilen Regionen noch muss sie über weite Strecken mit hohem Kostenaufwand herantransportiert werden.“ Und: „Erdwärme steht unabhängig von Wetter und Jahreszeit bereit und kann Strom und Wärme emissionsfrei und ohne zeitliche Einschränkung bereitstellen. Sie kann daher mithelfen, die Schwankungen in der Verfügbarkeit bei anderen Energieträgern auszugleichen.“
Überdies bestünde auch bei der Geothemie die Erwartung, dass ihre industrielle Nutzung wichtige Zusatzeffekte für Wachstum und Beschäftigung auch auf den Exportmärkten eröffnet, genau so wie dies heute bereits bei deutschen Wind- und Photovoltaikindustrien der Fall sei. Die Erneuerbaren Energien haben sich, so Conrad, zu einem Jobmotor in Deutschland entwickelt. Seit 2004 sei die Zahl der Arbeitsplätze im Bereich Erneuerbare Energien bundesweit von 157.000 auf über 230.000 gestiegen. Branchenexperten gingen für 2020 von bis zu 500.000 Beschäftigten aus.
„Wir können heute davon ausgehen, dass die Geothermie für die Bedürfnisse und Ansprüche der modernen Energieversorgung alsbald stärker nutzbar werden wird. In den letzten Jahren wurden hierzu beachtliche Fortschritte erzielt.“
Rheinland-Pfalz unterstütze auch, so Conrad, die Pläne der Bundesregierung, die Vergütung für Strom aus Geothermie im Zuge der bevorstehenden EEG-Novelle anzuheben.
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