Trierischer Volksfreund vom 04. Oktober 2010 Beck: CDU-Vorwürfe hilf- und hoffnungslosSPD-Regionalverband Rheinland beschließt in Daun Kandidatenliste für Landtagswahl In großer Geschlossenheit und Harmonie hat der SPD-Regionalverband Rheinland am Samstag beim Parteitag in Daun seine Kandidatenliste für die Landtagswahl verabschiedet. Ministerpräsident Kurt Beck wehrte sich gegen CDU-Vorwürfe der Vetternwirtschaft. „Jetzt versuchen sie, uns zu verleumden. Das gehört zum Geschäft der Hilf- und Hoffnungslosen.“Von unserem Redakteur Frank Giarra Daun. Wirtschaftsminister Hendrik Hering, Vorsitzender des SPD-Regionalverbands Rheinland, führt erwartungsgemäß die Kandidatenliste vor Sozialministerin Malu Dreyer aus Trier, Landtagspräsident Joachim Mertes (Rhein-Hunsrück)und Generalsekretärin Heike Raab (Cochem-Zell) an. Das haben die 185 Delegierten unteranderem aus den Kreisverbänden der Region Trier beschlossen. Obwohl im Vorfeld um aussichtsreiche vordere Positionierungen gerungen worden war und mancher zurückstecken musste, wurde die Liste ohne Gegenstimmen verabschiedet. Aus Neuwied kamen allerdings Enthaltungen, denn deren erster Kandidat Fredi Winter rangiert erst auf Platz 18. Aus der Region Trier musste der Konzer Alfons Maximini eine Kröte schlucken. Er findet sich nur auf Rang 21, obwohl er 2006 das Direktmandat errungen hatte. Sollte ihm selbiges am 27. März2011 nicht erneut gelingen, könnte seine Landtagskarrierenach einer Wahlperiode beendet sein. Einen großen Sprungnach vorne machte Ingeborg Sahler-Fesel aus Schweich, die mit Platz 17 einen sicheren Listenplatz eroberte. Sichere Plätze haben auch die Daunerin Astrid Schmitt (7), Monika Fink aus Bitburg (12) und Bettina Brück aus Thalfang (14), wohin gegen sich der Wittlicher Neuling Jens Rieger (25) zunächst hinten anstellen muss. Die Kandidatenliste des SPD-Regionalverbands Rheinlandwird am 3. November beim Landesparteitag mit denen der bei-den anderen Regionalverbände Rheinhessen und Pfalz zu einer Landesliste verschmolzen. Ob-wohl gar nicht im Saal, war der umstrittene Eifeler CDU-Abgeordnete Michael Billen in Daun allgegenwärtig. „Mancher in der CDU wird eine Kerze aufstellen und hoffen, dass Billen nicht gewinnt“, spottete Hendrik Hering. Man müsse allerdings nicht auf die Schwächen der an-deren achten, sondern auf die eigene erfolgreiche Politik verweisen, „um die uns andere beneiden“. Aus dem einst strukturschwachen Rheinland-Pfalz sei „ein wirtschaftlich starkes Bundesland mit einer sehr niedrigen Arbeitslosenquote geworden“. In Anspielung auf CDU-Spitzenkandidatin Julia Klöckner sagte Hering: „Den Grüß-Gott-Hansel zu spielen, damit kann man kein Land regieren. “Der SPD-Landesvorsitzende Kurt Beck unterstrich die Leistungen der Landesregierung. So sei die Sonderherausforderung Konversion gemeistert worden, indem 626 militärische Liegenschaften umgenutzt worden und 50000 neue Arbeitsplätze entstanden seien. Er bekenne sich auch ausdrücklich zur Solidarleistung im Rahmen der deutschen Einheit. „Ohne diese hätten wir seit 1997 einen aus-geglichenen Haushalt.“ Derzeit sei das Programm für die Landtagswahl in der Endphase. Man müsse ländliche Räume wie Eifel, Westerwald oder Hunsrückattraktiv halten, sagte Beck. Schulen, Krankenhäuser, Ärzte, Einkaufen – „das sind die Fragen, die sich junge Menschenstellen, um die wir uns kümmern müssen“. Mit Blick auf die „Schlosshotel-Affäre“ in seinem Geburts-ort Bad Bergzabern betonte der Ministerpräsident, er habe nie sich selbst oder irgendjemandem Vorteile verschafft. Er wehre sich dagegen, dass ihm dieses unterstellt werde. „Man darf auch mal sagen, wo man die Grenzen sieht“, sagte Beck. Er sei „gespannt wie ein Regen-schirm, wann von der CDU mal was mit Substanz in der Sache kommt“. EXTRA Der SPD-Regionalverband Rheinland besteht aus den Kreisverbänden Trier, Trier-Saarburg, Bernkastel-Wittlich, Bitburg-Prüm, Vulkaneifel, Birkenfeld, Westerwald, Altenkirchen, Neuwied, Koblenz, Mayen-Koblenz, Cochem-Zell, Rhein-Lahn, Rhein-Hunsrück. EXTRA 2: Die Kandidatenliste bis Platz 20: Hendrik Hering, Malu Dreyer, Joachim Mertes, Heike Raab, Roger Lewentz, Carsten Pörksen, Astrid Schmitt, Frank Puchtler, Beate Reich, Hans-Jürgen Noss, Clemens Hoch, Monika Fink, Peter Wilhelm Dröscher, Bettina Brück, Thorsten Wehner, Dieter Klöckner, Ingeborg Sahler-Fesel, Fredi Winter, Petra Elsner, Matthias Krell Die Wahlergebnisse auf der Homepage des Landeswahlleiters: http://www.wahlen.rlp.de/kw/index.html http://www.konz.eu/index.php?id=764&no_cache=1
Trierischer Volksfreund vom 04. Oktober 2010
Beck: CDU-Vorwürfe hilf- und hoffnungslosSPD-Regionalverband Rheinland beschließt in Daun Kandidatenliste für Landtagswahl
In großer Geschlossenheit und Harmonie hat der SPD-Regionalverband Rheinland am Samstag beim Parteitag in Daun seine Kandidatenliste für die Landtagswahl verabschiedet. Ministerpräsident Kurt Beck wehrte sich gegen CDU-Vorwürfe der Vetternwirtschaft. „Jetzt versuchen sie, uns zu verleumden. Das gehört zum Geschäft der Hilf- und Hoffnungslosen.“Von unserem Redakteur Frank Giarra
Daun. Wirtschaftsminister Hendrik Hering, Vorsitzender des SPD-Regionalverbands Rheinland, führt erwartungsgemäß die Kandidatenliste vor Sozialministerin Malu Dreyer aus Trier, Landtagspräsident Joachim Mertes (Rhein-Hunsrück)und Generalsekretärin Heike Raab (Cochem-Zell) an. Das haben die 185 Delegierten unteranderem aus den Kreisverbänden der Region Trier beschlossen. Obwohl im Vorfeld um aussichtsreiche vordere Positionierungen gerungen worden war und mancher zurückstecken musste, wurde die Liste ohne Gegenstimmen verabschiedet. Aus Neuwied kamen allerdings Enthaltungen, denn deren erster Kandidat Fredi Winter rangiert erst auf Platz 18. Aus der Region Trier musste der Konzer Alfons Maximini eine Kröte schlucken. Er findet sich nur auf Rang 21, obwohl er 2006 das Direktmandat errungen hatte. Sollte ihm selbiges am 27. März2011 nicht erneut gelingen, könnte seine Landtagskarrierenach einer Wahlperiode beendet sein. Einen großen Sprungnach vorne machte Ingeborg Sahler-Fesel aus Schweich, die mit Platz 17 einen sicheren Listenplatz eroberte. Sichere Plätze haben auch die Daunerin Astrid Schmitt (7), Monika Fink aus Bitburg (12) und Bettina Brück aus Thalfang (14), wohin gegen sich der Wittlicher Neuling Jens Rieger (25) zunächst hinten anstellen muss. Die Kandidatenliste des SPD-Regionalverbands Rheinlandwird am 3. November beim Landesparteitag mit denen der bei-den anderen Regionalverbände Rheinhessen und Pfalz zu einer Landesliste verschmolzen. Ob-wohl gar nicht im Saal, war der umstrittene Eifeler CDU-Abgeordnete Michael Billen in Daun allgegenwärtig. „Mancher in der CDU wird eine Kerze aufstellen und hoffen, dass Billen nicht gewinnt“, spottete Hendrik Hering. Man müsse allerdings nicht auf die Schwächen der an-deren achten, sondern auf die eigene erfolgreiche Politik verweisen, „um die uns andere beneiden“. Aus dem einst strukturschwachen Rheinland-Pfalz sei „ein wirtschaftlich starkes Bundesland mit einer sehr niedrigen Arbeitslosenquote geworden“. In Anspielung auf CDU-Spitzenkandidatin Julia Klöckner sagte Hering: „Den Grüß-Gott-Hansel zu spielen, damit kann man kein Land regieren. “Der SPD-Landesvorsitzende Kurt Beck unterstrich die Leistungen der Landesregierung. So sei die Sonderherausforderung Konversion gemeistert worden, indem 626 militärische Liegenschaften umgenutzt worden und 50000 neue Arbeitsplätze entstanden seien. Er bekenne sich auch ausdrücklich zur Solidarleistung im Rahmen der deutschen Einheit. „Ohne diese hätten wir seit 1997 einen aus-geglichenen Haushalt.“ Derzeit sei das Programm für die Landtagswahl in der Endphase. Man müsse ländliche Räume wie Eifel, Westerwald oder Hunsrückattraktiv halten, sagte Beck. Schulen, Krankenhäuser, Ärzte, Einkaufen – „das sind die Fragen, die sich junge Menschenstellen, um die wir uns kümmern müssen“. Mit Blick auf die „Schlosshotel-Affäre“ in seinem Geburts-ort Bad Bergzabern betonte der Ministerpräsident, er habe nie sich selbst oder irgendjemandem Vorteile verschafft. Er wehre sich dagegen, dass ihm dieses unterstellt werde. „Man darf auch mal sagen, wo man die Grenzen sieht“, sagte Beck. Er sei „gespannt wie ein Regen-schirm, wann von der CDU mal was mit Substanz in der Sache kommt“.
EXTRA
Der SPD-Regionalverband Rheinland besteht aus den Kreisverbänden Trier, Trier-Saarburg, Bernkastel-Wittlich, Bitburg-Prüm, Vulkaneifel, Birkenfeld, Westerwald, Altenkirchen, Neuwied, Koblenz, Mayen-Koblenz, Cochem-Zell, Rhein-Lahn, Rhein-Hunsrück. EXTRA 2: Die Kandidatenliste bis Platz 20: Hendrik Hering, Malu Dreyer, Joachim Mertes, Heike Raab, Roger Lewentz, Carsten Pörksen, Astrid Schmitt, Frank Puchtler, Beate Reich, Hans-Jürgen Noss, Clemens Hoch, Monika Fink, Peter Wilhelm Dröscher, Bettina Brück, Thorsten Wehner, Dieter Klöckner, Ingeborg Sahler-Fesel, Fredi Winter, Petra Elsner, Matthias Krell
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