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Ja, unsere Gemeinden sind größtenteils geprägt durch das harte Brot des landwirtschaftlichen und des weinbaulichen Erwerbs. Zum Lebensunterhalt ausreichende Erträge haben inzwischen nur noch wenige Spitzenweingüter und landwirtschaftliche Großbetriebe. Die junge Generation lebt oder arbeitet in den Städten und findet dort oft auch ihren Lebensmittelpunkt. Außerdem schließen die unter hartem wirtschaftlichen Wettbewerb stehenden Einzelhandelsbetriebe oder Dienstleister wie Post, Sparkassen, Raiffeisenbanken etc. ihre Filialen und selbst eine Mindestversorgung in der Gemeinde ist nicht mehr gewährleistet. Daseinsvorsorge und wichtige Kommunikationsplattformen gehen verloren. Ein Umstand, der vor allem ältere Menschen ohne Mobilität trifft und sie zusätzlich vereinsamen lässt.
An dieser Stelle wünsche ich mir für unsere älteren Mitbürger die Dorfzentrale:
eine Einrichtung in der Gemeinde, in der sich zu gewissen Tageszeiten ältere und die übrigen Einwohner treffen und sich für unterschiedliche Aufgaben bereithalten. Sei es für die Organisation gemeinsamer Ver- und Besorgungseinkäufe, Austausch von Informationen oder auch nur um anderen Bewohnern ihre Dienste anzubieten. Es darf aber auch ein gemeinsames Schwätzchen oder Skatspiel sein. Dass, was man in den frühen 70 er Jahren unter selbstverwalteten Jugendhäusern verstanden hat, kann durchaus mit Unterstützung der Gemeinde auch für Seniorinnen und Senioren realisiert werden. Die noch vitalen Senioren haben Aufgaben, steuern zum Allgemeinwohl etwas bei und tun etwas gegen die drohende Vereinsamung.