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Rheinland-Pfalz ist das Bundesland mit dem dichtesten Straßennetz. Gut ausgebaute Straßen gewährleisten den Menschen den Weg zu Schulen, zur Arbeit, zur Weiterbildung, zur Freizeit, zum Einkauf, zum Arzt und schliesslich zum Zusammenleben. Die wirtschaftliche Entwicklung hängt u.a. auch von den nationalen und internationalen Verkehrsachsen zu den Wirtschaftsräumen ab. Erfolgreiche Wirtschaftsförderung kann nur gelingen, wenn die Rahmenbedingungen auch verkehrspolitisch stimmen. Deshalb hat für die Region Trier-Saarburg zunächst der Lückenschluss der A 1 und der Neu- und Ausbau der B 50 Vorrang. Das Baurecht für die Ortsumgehung Konz-Könen ist seit Oktober 2009 erreicht, es gilt jetzt mit der Bundesregierung die Maßnahme in das Finanzierungsprogramm des Bundeshaushaltes zu verankern. Die Nordumfahrung Trier mit Anbindung an die A 64, und die Westumfahrung mit Moselüberquerung sind für den Raum Konz-Saarburg politisch weiter zu verfolgen. Der teilweise dreispurige Ausbau der B 50 bis zum Flugplatz „Hahn“, darf dort nicht enden. Ein weiterer Abschnitt bis Hermeskeil zur A 1 versetzt den Hochwald in eine gute Ausgangsposition für eine wirtschaftliche und touristische Weiterentwicklung. Zentrale Herausforderung für den Schienenverkehr bleibt die Fortführung der Regionalbahn um Trier-Ehrang-Igel und Konz, sowie die Realisierung einer schnellen Verbindung Trier-Luxemburg. Bedarfsorientierter Busverkehr wird meiner Einschätzung nach nur zu einer Mindestversorgung im ländlichen Raum führen. Ein taktgeführtes Angebot hingegen, wird gerade im Hinblick auf die zukünftige Energiepreisentwicklung neue Kundengruppen erschließen. Dafür muss nicht nur der politische Wille, sondern auch die politische Mehrheit im Landkreis Trier-Saarburg vorhanden sein. Die täglichen 20.000 Pendler nach und von Luxemburg aus Trier-Saarburg brauchen einen wesentlich verbesserten öffentlichen Pendlerverkehr [Bahn/Bus], der bezahlbar ist und parallel dazu eine dem Bedarf entsprechende Straßenanbindung an die A 64 nach Luxemburg. Das entlastet die Anrainergemeinden beiderseits der Mosel von nervigen Staus, Emissionen und Gefährdungen. Hier strebe ich eine gemeinsame verkehrspolitische Position mit unseren Freunden aus Luxemburg an.